Für die einzelnen Benutzer kann Social Software dabei unterschiedliche Zwecke erfüllen: (1.) Informationsmanagement - die Ermöglichung des Findens, Bewertens, Verwaltens und gemeinsamen Erstellens/Editierens von Information, (2.) Kommunikation – den direkten und indirekten Austausch mit anderen und (3.) das Identitäts- und Beziehungsmanagement.
Der Erfolg verschiedener Plattformen im Internet wie del.icio.us, flickr oder Xing und der anhaltende Erfolg von Blogs machen diesen Typ Software inzwischen sowohl für die weltweite öffentliche Nutzung als auch für die beschränkte Nutzung in Unternehmensnetzen interessant.
Social Software und die damit verbundene aktive Beteiligung vieler Anwender an der Kommunikation und dem Informationsaustausch stellt auch eine der Säulen des momentan viel diskutierten Web 2.0 dar. Die anderen Säulen des Web 2.0 wie die einfache Benutzbarkeit und Verfügbarkeit der Anwendungen stellen auch für Social Software entscheidende Erfolgsfaktoren dar, so dass die beiden Konzepte in der Praxis kaum zu trennen sind.
Das Ziel dieses Tutoriums ist die Vermittlung von Information zu aktuellen Entwicklungen aus dem Bereich Social Software und Web 2.0 mit speziellem Fokus auf die Anwendung in Unternehmen. Dabei werden diese aktuellen Entwicklungen anhand von Fallstudien und Leitfäden für die Einführung nutzbar gemacht und in die bisherigen Konzepte im Bereich der Team- und Community-Unterstützung (Groupware, CSCW) eingeordnet. Diese Übersicht und deren teilweise Vertiefung anhand von Fallstudien soll die Teilnehmer befähigen, die aktuellen Diskussionen zu Social Software und Web 2.0 in Unternehmen einzuordnen und diese bei der Auswahl zweckmäßiger Werkzeuge und Konzepte unterstützen.
| Prof. Dr. Michael Koch, Universität der Bundeswehr München | ![]() |
| Prof. Dr. Michael Koch lehrt Angewandte Informatik an der Universität der Bundeswehr München, und leitet dort die Forschungsgruppe Kooperationssysteme. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in Aspekten der Softwarearchitektur und ubiquitärer Benutzungsschnittstellen bei Softwaresystemen zur Unterstützung von Gruppen, Teams und Communties (Computer-Supported Cooperative Work und Community-Untersützung/Social Software). Dabei arbeitet er in verschiedenen Projekten mit Partnern aus der Industrie und anderen Fachgebieten wie den Wirtschaftswissenschaften und der Psychologie/Soziologie sowie Designern zusammen. Er ist Sprecher der Fachgruppe Computer-Supported Cooperative Work der Gesellschaft für Informatik und vertritt die Interessen der Rechnergestützten Gruppenarbeit in den GI-Fachbereichen Mensch-Computer-Interaktion und Wirtschaftsinformatik. | |
| Dipl.-Kfm. Alexander Richter, Universität der Bundeswehr München | ![]() |
| Dipl.-Kfm. Alexander Richter hat an der Universität Augsburg Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik studiert und ist seit Dezember 2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Kooperationssysteme an der Universität der Bundeswehr München tätig. Im Rahmen seiner Forschungstätigkeiten beschäftigt er sich vorwiegend mit neuen Internet-Technologien und deren Auswirkungen auf Computer-Supported Cooperative Work (CSCW). | |