5. Konferenz
Professionelles Wissensmanagement
Erfahrungen und Visionen
25.-27.03.2009 in Solothurn

CWeb2.0 - Corporate Web 2.0: Wissensnetzwerke und Soziale Software in Unternehmen

Die mit "Web 2.0" [O’Reilly, 2004] betitelte Evolution des Webs schafft neue Möglichkeiten für den Austausch von Wissen. Moderne Web-2.0-Anwendungen („Soziale Software“) wie Wikipedia, Youtube oder Facebook zeigen, wie Wissen am Web freiwillig und selbstorganisiert geteilt wird. Gelingt es, die Effekte aus dem Web 2.0 in Unternehmen zu überführen, so könnte dort eine völlig neue Form des Wissensmanagements entstehen. Allerdings stehen im Web 2.0 die Bottom-Up-Aktivitäten der Nutzer im Vordergrund; Fremdorganisation und Top-Down-Governance- Strukturen gibt es dort nicht. Und genau da liegt die Schwierigkeit für Unternehmen: Selbstorganisation und Bottom-Up-Ansätze, die Kernprinzipien des Web 2.0, müssen so weit wie möglich in die Unternehmensabläufe integriert werden, ohne dabei bestehende Governance-Strukturen zu sehr zu unterlaufen. Erste umfassende Publikationen wie etwa "Web 2.0 in der Unternehmenspraxis" [Back et al., 2008] oder "Enterprise 2.0" [Koch und Richter, 2007] untersuchen die Wirkung von Web-2.0-Anwendungen und -Technologien auf die Unternehmen.

Die durch Techniken des Web 2.0 geförderte Zusammenarbeit und informelle Kommunikation von Wissen sind kritische Faktoren für den Erfolg von Unternehmen. Diese lassen sich in Form von Wissensnetzwerken visualisieren und mittels Netzwerkanalyse untersuchen und evaluieren. Wissensnetzwerke sind Gemeinschaften in Organisationen, in denen der Wissensaustausch gezielt gefördert wird und in denen an Lösungsfindungen für unternehmerische Probleme gearbeitet werden kann. Ihre Kennzeichen sind eine hohe Dynamik, räumlich/zeitlich verteiltes und abteilungsübergreifendes Arbeiten, sowie offenes, themenzentriertes Denken und Arbeiten. Wissensnetze definieren sich durch gemeinsame Werte oder Ziele, die von allen Beteiligten geteilt und verfolgt werden. Sie dienen daher nicht einem wertfreien Informationsaustausch, sondern stärken die Fähigkeit zu Forschung, Entwicklung und Kommunikation der Beteiligten auf der Grundlage, dass die Gesamtheit mehr ist als die Summe der Einzelnen.

Vor diesem Hintergrund ist es Ziel, einen bewusst multidisziplinären Workshop aufzustellen, welcher Vertreter aus Soziologie und Psychologie, Betriebswirtschaftslehre und Informatik das Thema aus ihrer jeweiligen Fachperspektive kulturelle, organisationale sowie technologische Aspekte diskutieren lässt.

Themen des Workshops

Akzeptierte Beiträge

Agenda

Session I, Donnerstag, 26.03.2009
09:30-10:00 zeb/space: Business Web für die Klienten eines Beratungsunternehmens Joachim Paul Hasebrook (Invited Talk)
10:00-10:30 Web 2.0 in Unternehmen - Eine Fallstudien-Analyse Gisela Granitzer, Klaus Tochtermann
10:30-11:00 Corporate Wikis: A Comparative Analysis of Structures and Dynamics Klaus Stein, Steffen Blaschke
Session II
11:30-12:00 Solution Development 2.0 - Provision and Roll-out of Solution Packages with Social Networking Johannes Müller, Yannick Bietenholz, Michel Griga, José Martin Gallardo, Thomas Niessen, Peter Stiphout
12:00-12:30 Collaborative Process Development using Semantic MediaWiki Frank Dengler, Steffen Lamparter, Mark Hefke and Andreas Abecker
12:30-13:00 Die Instrumentalisierung von Web 2.0-Technologien in betrieblichen Aus- und Weiterbildungsprozessen Susanne Schmidt

Workshop Organisation

Univ.-Prof. Dr. Klaus Tochtermann, Technische Universität Graz, Austria
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau, Universität Potsdam, Deutschland
Mag. Alexander Stocker, Know-Center, Austria
Dipl.-Inf. Benedikt Meuthrath, Universität Potsdam, Deutschland
Dipl.-Ing. Patrick Höfler, Know-Center, Austria

Programmkomitee

Univ.-Prof. Dr. Andrea Back, Universität St. Gallen, Schweiz
Dr. Steffen Blaschke, Universität Bamberg, Deutschland
Univ.-Prof. Dr. Jorge Marx Gómez, Universität Oldenburg, Deutschland
Univ.- Prof. Dr. Joachim P. Hasebrook, Wissenschaftliche Hochschule Lahr, Deutschland
Dr. Bettina Hoser, Universität Karlsruhe, Deutschland
Dr. Ralf Klamma, RWTH Aachen Universität, Deutschland
Univ.-Prof. Dr. Michael Koch, Universität der Bundeswehr, Deutschland
Mag. Dr. Anna Maria Köck, Technische Universität Graz, Austria
Dr. Mathias Lux, Universität Klagenfurt, Austria
Univ.- Prof. Dr. Ronald Maier, Universität Innsbruck, Austria
Dr. Claudia Müller, Universität Stuttgart, Deutschland
Univ.-Prof. Dr. Volker Nissen, Technische Universität Ilmenau, Deutschland
Prof. Dr.-Ing. Klaus North, Fachhochschule Wiesbaden, Deutschland
Mag. Martina Rathbauer, Austria Presse Agentur, Austria
Univ.-Prof. Mag. Dr. Wolf Rauch, Karl-Franzens-Universität Graz, Austria
Univ.-Prof. Dr. Hanna Risku, Donau Universität Krems, Austria
Univ.-Prof. Dr. Arno Scharl, Modul Universität Wien, Austria
Dr. Jan Schmidt (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, Deutschland
Prof. Dr. Andreas Seufert, Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein, Deutschland
Dipl.-Kffr. Gabriele Steg, edicos, Deutschland
Dr. Klaus Stein, Universität Bamberg, Deutschland
Dr. Reinhard Willfort, Innovation Service Network GmbH, Austria
Mag. Anita Wutte, Technische Universität Graz, Austria

Weitere Informationen

Weitere Informationen unter http://www.wi.uni-potsdam.de/homepage/potsdam.nsf?Open&ID=85AD10B0E4FAF11CC12574B900301EF1&Key=598ESD&Sel=598ESD&Lang=de

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